Clubabend Oktober mit Herrn Sergey Riabuhin, Partner und Stellvertretendem Generaldirektor von "Zubr Capital" und Frau Agata Sidorovich, Direktorin des deutschen Kindergartens "Eichhörnchen"

Hört man sich nach gängigen Einschätzungen zur belarussischen Wirtschaft um, stößt man schnell auf die Aussage, dass privates Unternehmertum in Belarus schwer zu realisieren und deswegen auch im Vergleich zu vielen Nachbar- und Peer-Ländern unterrepräsentiert ist. Beim Clubabend Oktober haben wir gleich zwei Gäste bei uns begrüßen dürfen, die – auf äußerst unterschiedliche Art und Weise – das Gegenteil bereits eindrucksvoll bewiesen haben, oder es gerade zu beweisen versuchen. 

 

Den Anfang machte Herr Sergey Riabuhin, Partner und Stellvertretenden Generaldirektor beim Private Equity Fond „Zubr Capital“, dem ersten und bis dato bekanntesten Fond dieser Art im Lande. Die Präsentation des Finanzexperten war angenehm, informativ und ehrlich. Er skizzierte die Anfänge des Fonds, als sich dieser aus der Atlant-M Holding herauskristallisierte, ging auf die ersten Jahre ein, gab hochinteressante Einblicke in die Zusammenarbeit mit den Kollegen von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und der Nationalbank des Landes. Er ging auf die aktuelle Lage des Fonds, die Erfolge der letzten Jahre und Pläne für die kommenden ein und gab eine Einschätzung für die Tätigkeit von Fonds im Lande im Allgemeinen ab. Schließlich schloss er die Präsentation auch mit einer Vorstellung der Projekte, über die sich „Zubr Capital“ auch gesellschaftlich und karitativ engagiert. Besonders hervorzuheben ist hierbei auch die angedachte Veröffentlichung eines „Unternehmertum-Führers“ für belarussische Start-Ups, dass die geballte Erfahrung des Fond-Managements an Jungunternehmer transportieren soll.

 

Auf den Bison folgte dann das Eichhörnchen. Die Direktorin des gleichnamigen Kindergartens, Frau Agata Sidorovich, stellte ihr Projekt, den ersten deutschen Kindergarten in Minsk, vor. Der Kindergarten hat am ersten September dieses Jahres seinen Betrieb aufgenommen und steht nicht nur Deutschen, sondern auch auch Belarussen und Vertretern anderer Nationalitäten, die ihr Kind auch in deutscher Sprache erziehen wollen, offen. Der Kindergartenalltag wird komplett in deutscher Sprache abgehalten, womit sich Expats neben QSI nun eine deutschsprachige Alternative im Kindergartenbereich bietet. 

 

Auf beide Präsentationen folgten Fragen aus der Mitgliederrunde und angeregte Diskussionen, die traditionsgemäß an den Tischen bei Häppchen und Wein noch lange fortgeführt wurden.

 

Weiter zur Galerie